Sep
15

Krimi 2008
Produzent: Veith von Fürstenberg
Autor: Markus Fenner
Regie: Thomas Roth
Redaktion: Silvia Koller
Darsteller: Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Sabine Timoteo, André Eisermann, Irm Hermann u.a.

v.l.: Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) © Bavaria Film/Erika HauriInhalt: Ist München eine Hochburg für versponnene Esoteriker? Kartenlegerinnen und Wahrsagerinnen erleben Hochkonjunktur. Die TV-Astrologin Doro wird in ihrer Villa in Nymphenburg erschossen aufgefunden. Die Umstände am Tatort sprechen für Mord. Oder war es doch Selbstmord? Die Münchner Hauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic finden sich unversehens in einer Welt von selbst ernannten Propheten und Telepathen wieder Sie haben das Gefühlt in ein esoterisches „Psi“-Nest geraten zu sein – und das alles kommt ihnen zutiefst suspekt vor. Als Ivo Batic dann einen unglücklichen Unfall hat, stößt er auch noch auf eine Kräuterfrau, die Aura-Sehen kann….

Presseerklärung

„ Ich entschuldige mich nicht für meine Darstellung als Gabe Kunz. Ich wurde nicht von der deutschen Produktionsfirma missbraucht. Ich bin Schweizerin und es war alles freiwillig!“

Als ich die Gastrolle im Tatort angeboten bekam war an ihr rein gar nichts Schweizerisches.
Die Figur der „Gabi Kunz“ wurde auf meinen Wunsch hin umgeschrieben. Mit Absicht und Freude wählte ich die so oft kritisierte unangemessene Sprache der Kunstfigur zum krassen Gegensatz zu den beiden Deutschen Schauspielern. Vielen Dank dafür an die Produktionsfirma welche mir dies ermöglichte.

Entschuldigt habe ich mich bei den deutschen Tatort-Fans, welche mich nicht verstanden haben und denen dadurch ein schöner Fernsehabend entgangen ist.

Als Schauspielerin bietet man reichlich Projektionsfläche. Das ist gewollt und auch mein Beruf. Enttäuscht bin ich jedoch von der Schweizer Presse, welche mich für die relativ einfache und oberflächliche Rolle als „Gabi Kunz“ als Vaterlandsverräterin, hässliche Schweizerin oder als kurzhaarige Alpen-Ninja betitelt. Würde man sich in der Schweiz mal genauso für meine preisgekrönten Filme interessieren…

Bedanken möchte ich mich noch bei meinen Fans für das ebenfalls vorhandene Lob und den Zuspruch.

Ganz liebe Grüße aus Bern,

Sabine Timoteo

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113 Responses
  1. Sehr geehrte Frau Timoteo,

    ich habe erst heute den Tatort mit Ihnen als Gabi Kunz gesehen. Die Begeisterung die Ihre Rolle in mir entfachte, weckte meine Neugierde für Ihre Arbeit. Als ich auf Ihre Fanpage stieß, kam es fast einem Schlag ins Gesicht gleich, als ich las, dass Ihr Auftritt im Münchner Tatort für zum Teil unerfreulichen Wirbel gesorgt hatte.

    Ihre Entschuldigung bei einer kleinen Gruppe deutscher Tatort-Fans ehrt Sie zwar, war aber meines Erachtens überflüssig. Denn ob diese Sie tatsächlich nicht verstanden haben, oder von einer erfrischend aus der Art geschlagenen Tatort-Reihe schlicht überfordert worden waren, bleibt letztlich ungeklärt.

    Mir jedenfalls hat dieser Tatort mit Ihnen als Gabi Kunz viel Freude bereitet. Dafür danke ich Ihnen. Auch wenn Sie diese Rolle nicht mehr spielen werden, haben Sie einen neuen Fan gewonnen, der hoffentlich keine Ihrer künftigen Rollen mehr versäumen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer

  2. Evelyn sagt:

    Liebe Frau Timoteo,

    habe mit Entsetzen das Entrüsten einiger Tatort-Fans hier lesen müssen. Bitte nicht immer nur so ignorant durch die Welt laufen, der Schweizer Dialekt, den Sie hier gespielt haben hat mir außerordentlich gut gefallen, auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe, aber man kann sich ja auch mal Dinge selbst erschließen. Und der Tatort war meiner Meinung nach einer der Besseren der letzten Zeit. Werden wir Sie denn nicht mehr in einem der nächsten tatorte sehen? Wäre sehr schade!
    Herzliche Grüße nach Bern (in die Bärenstadt ;-) )

    Evelyn M.

  3. Udo Krebs sagt:

    Liebe Sabine Timoteo,

    Sie brauchen sich gewiss nicht für diese Rolle zu entschuldigen! Ich habe bisher nie gern den Tatort mit meiner Freundin geschaut und habe mich immer dagegen gesträubt, da ich ihn langweilig und angestaubt fand. An diesem Sonntag hab ich mich mal wieder überreden lassen und war von Ihrer Rolle und Ihrem Schauspieltalent und Ihnen selbst begeistert. Sie brachten Schwung in den Tatort. Ich wünschte Sie würden öfters da mitspielen. Ich versprach meiner Freundin, dass ich mir in Zukunft jeden Tatort in dem Sie mitspielen anschauen werde :-)

    Mit besten Grüßen
    und alles Gute für Ihre Zukunft

    Udo Krebs

    PS: Sie waren einfach wunderbar und herzerfrischend !!!

  4. Susi sagt:

    Liebe Frau Timoteo,

    ich fand den Tatort und Ihre Rolle einfach genial! Habe mich schon lange nicht mehr so bei einem Fernsehkrimi amysiert! Das hinterher Kritik über den Dialekt kommen würde war klar, nördlich von Bayern tun sich da halt viele schwer. Da lief auch “Wer früher stirbt ist länger tot” mit Untertitel im Kino. Und wenn ich mir auf diversen privatsendern Interviews mit Bayern, Österreichern oder Schweizern ansehe, muss ich mich immer wieder wundern, bei welch leichtem Dialekteinschlag schon Untertitel nötig zu sein scheinen.

    Ich finde es sehr schade, dass die Schweizer anscheinend nicht etwas mehr über sich selbst lachen können! Ich mag die Schweizer sehr, wir sind dort oft im Urlaub, haben einige Bekannte dort und Mann hat 2 Jahre in Zürich gearbeitet. Meiner Meinung nach kam Ihre Rolle sehr gut hin! Natürlich kann man nicht sagen “der Schweizer ist so”, aber schließlich war es eine Karikatur! Schade, wenn die Schweizer damit so schlecht umgehen können. Wenn man die verschiedenen “neuen bayrischen und österreichischen Heimatfilme” anschaut scheint uns das hier schon deutlich besser zu gelingen. Denn auch hier wird sich Klischees bedient. Und die Münchner Tatorte sind nunmal meistens skurril und abgedreht. Da hat die Rolle super dazu gepasst!

    Ich fände es sehr Schade, wenn Ihre Rolle wieder verschwinden würde! Ich fand sie einfach wahnsinnig amysant und sehr erfrischend!
    Ich hätte sehr gerne mehr davon!

    Viele Grüße aus München
    Susi

  5. Andreas M. sagt:

    Auch ich bin ziemlich fassungslos, dass ein Münchner Tatort, der glücklicherweise wieder einmal meinen Erwartung (im Vergleich zum sonstigen Krimi-Allerlei etwas Besonderes zu bieten) gerecht wurde, scheinbar überwiegend negative Kritiken zu bekommen scheint. Dass Sie, als besonderer Glanzpunkt des Filmes, sogar in der Schweiz derart angegriffen werden, macht mich schon etwas fertig. Aber anscheinend fühlen sich viele Schweizer, durch eine Frau, die symphatisch, witzig und attraktiv ist, nicht korrekt repräsentiert.

    Viele Grüße aus Bayern
    Andreas

  6. Armin sagt:

    Es ist schon mehr als traurig, wenn sich heutzutage Schauspieler (m.E. unnötigerweise) bei ihrem Publikum für einen Dialekt entschuldigen müssen. Die zusätzliche Rolle gab dieser Tatortfolge einen Effekt der zum Konzept und der Thematik durchaus gepasst hat und dennoch auflockernd wirkte.
    Es könnte ruhig noch mehr Dialekte zu hören geben, ich vermisse z.B. immer noch “des Frankfodderische” in den Frankfurter Tatorten.
    Dass auch einige Schweizer zum Lachen lieber in den Keller gehen wusste ich schon, dass es anscheinend sehr viele sind – nicht.

    Habe gestern durch Zufall (man(n) liest keine Fernsehzeitung) “Der Freie Wille” gesehen. Verstörend, berührend, zwei faszinierende Hauptdarsteller!

    Viele Grüße aus Hessen
    Armin

  7. Uwe Bauer sagt:

    Liebe Sabine Timoteo,

    ich fand die Tatortfolge gut und Sie Spitze. Frischer Wind aus einem netten Nachbarland, ein Gegenpol zu den zwei etablierten Kollegen und eine tolle schauspielerische Leistung von Ihnen.

    Gut, Nörgler & Neider gibt es immer wieder; auch mag berechtigte Kritik angebracht sein. Aber sich auf Ihren Akzent und die staatlichen Verstimmungen zu kaprizieren greift eindeutig daneben. Sei’s drum.

    Ich hoffe, der BR besetzt Sie weiter im Tatort und Sie beglücken uns öfters im dt. Fernsehen mit Ihren Auftritten.

    Grüße aus Sachsen

    Uwe Bauer

    PS: Gestern lief im Fernsehen “Der freie Wille” – eine unglaublich starke Darstellung in beiden Hauptrollen!!

  8. Mika sagt:

    Blödsinn… Super Auftritt – hat wirklich Spass gemacht Ihnen zuzusehen – Klischee hin oder her – es war beste Unterhaltung und mit Charme! Wenn es nach mir gehen würde – gerne mehr davon!
    Beste Grüsse
    Mika

  9. Patrick sagt:

    Liebe Sabine Timoteo,
    ich habe den Tatort mit Ihnen sehr genossen. Sie haben hervorragend gespielt und ich hoffe bis heute dass ihr Spiel nicht eine einmalige Gastrolle war, sondern dass sie einen dauerhaften Platz im Münchner Tatort bekommen.

    Alles Gute und danke für Ihre Arbeit die mich immer wieder begeistert.

    Patrick

  10. Ghamitz sagt:

    Das war der beste Münchener Tatort seit langem – dank Ihnen, liebe Sabine Timoteo. Wie schade, dass er schon nach anderthalb Stunden vorbei war!

  11. Uwe Ruppert sagt:

    Liebe Sabine Timoteo,

    meine Frau und ich hatten den besagten Tatort aufgezeichnet und erst gestern angesehen. Da Sie uns bis dato unbekannt waren, habe ich Sie gegoogelt und bin so auf Ihre Seite gelangt. Umso größer dann die Verwunderung, als ich Ihre Pressemitteilung las. Abgesehen davon, daß wir von Ihrem Schweizer Slang mehr als angetan waren, haben Sie durch Ihre darstellerische Leistung dem ohnehin schon süffiigen und ironischen Film eine zusätzliche Qualität gegeben. Die Leute, die sich an der Sprache stören und dies offensichtlich zum Anlass nehmen, die ganze Person zu verdammen, wollen offensichtlich störungsfrei berieselt werden und nehmen schauspielerische Glanzleistungen wie die Ihre (Körpersprache, Mimik, blitzschnelles situationsbedingtes Umschalten) überhaupt nicht wahr. Ich jedenfalls möchte gern mehr von Ihnen sehen. Dass gerade die Schweizer Medien Ihnen so zusetzen, finde ich in höchstem Maß erschreckend.

  12. siegfried baecker sagt:

    Liebe Frau Timoteo,
    habe eben den Tatort “Gesang der toten Dinge” als Wiederholung gesehen, und fand ihn ausgezeichnet! Es waere schade, wenn Gabi Kunz in Muenchen nicht mehr
    ermitteln duerfte.Die Journalisten in der Schweiz scheinen ein gestoertes Verhaeltnis zum Humor zu haben…
    Auch finde ich als Rheinlaender die Sprache der Schweizer durchaus verstaendlich.
    Bitte unterstuetzen sie die Muenchner auch weiterhin… (wenn man Sie laesst)

  13. stefan sagt:

    Hallo Frau Timoteo,

    gestern gabs die Wiederholung des Tatorts “Gesang der toten Dinge”. Ich habe ihn schon zum zweiten Mal gesehen und war wieder hellauf begeistert!
    Es gibt verschiedene Tatort-Genres, meist abhängig vom Ermittler/-team. Mit Tiefgang, mit Anspruch, mit Aussage, einfach Unterhaltung, einfach spannend, einfach lustig einfach langweilig usw.
    Ich bin bekennender Tatortfan, egal welches Ermittlerteam. Aber manche sieht man lieber, manche weniger gern. Ich mag besonders die witzigen und skurilen Tatortfolgen. Thiel/Börne sind da ganz groß. Batic und Leitmay stehen auch für Humor und sind nicht immer ganz ernst zu nehmen. Carlo Menzinger mit seinen Sprüchen oder dem, was er einstecken musste war auch immer eine Bereicherung.
    Bei “Gesang der toten Dinge” ist die ganze Geschichte so wunderbar schräg und bis auf die beiden Ermittler jede weitere Person völlig überzeichnet und nicht ernst zu nehmen. Ganz großes Kino, total klasse! Und das i-Tüpfelchen, die Sahnehaube ist Gabi Kunz! Einfach fantastisch! Jede negative Kritik zu dieser Rolle läßt beim “Kritiker” Humorlosigkeit bis hin zur Verbitterung erahnen. Das zeigt sich auch daran, dass die meisten Kritiker ausfallend und beleidigend schreiben. Und wer trotzdem sachlich bleibt gibt zu erkennen, das der ganze Film nicht verstanden wurde!
    Natürlich ist der Dialekt überzeichnet, aber doch im selben Maß, wie der Rest des Filmes. Das ist einfach in sich stimmig!
    Dieser Tatort gehört meiner Meinung nach zur Top-Ten der Tatortfolgen!

    Frau Timoteo,
    Sie haben klasse gespielt, Sie haben die Rolle richtig ausgefüllt und Gabi Kunz den richtigen Pepp eingehaucht. Bitte bitte, haben Sie den Mut, diese Rolle wieder zu spielen!

    Lebensfreude und Humor bleiben das bessere Rezept.

    Stefan

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